Интервью для “Frankfurter Allgemeine Zeitung”

Ведущая германская газета “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (город Франкфурт) опубликовала статью “Ungesühnt, doch nicht vergessen” о проекте Расследование в отношении судьбы КАРАГОДИНА Степана Ивановича (на основе моего интервью, данного во второй половине июля 2017 года).

Я в полном восторге, статья – блестящая!

Автор Friedrich Schmidt не просто создал совершенно фантастический (во всех смыслах) текст, но и принял участие в поисковой экспедиции в городе Томске, результатом который стало физическое обнаружение агента Томского горотдела НКВД, достоверно причастного к массовым убийствам томской профессуры в 1937-1938 годах – аппаратного функционера ФЕДОСЕЕВА Луки Григорьевича (подозреваемого в причастности к убийству моего прадеда).

Не переставая внутренне и совершенно искренне радоваться существованию супер-профессионалов в журналистике, я решительно рекомендую своим друзьям эту статью к прочтению.

В ней всё именно так как я действительно думаю, вижу и актирую; теперь же это закрепляется и во “внешнем нарративе”, и не просто, а на языке оригинала – немецкий марксистский конструкт {в российской большевистской локализации} декодируется реверсионными потоками (мы посылаем сигнал на “материнском языке” в кодировке режима “sudo su”).

Боевая деконструкция in progress!

Тизер:

Ungesühnt, doch nicht vergessen. Im westsibirischen Tomsk hat ein junger Russe die Schuldigen am Mord an seinem Urgroßvater in Stalins Großem Terror ermittelt – sein Ziel ist Rache. <…> Er spricht von “familiärer Sorge für die Nächsten”, hat in die Signa- tur seiner E-Mails hinter seinen Namen in Klammern das Wort “Urenkel” gesetzt, wie um die Berufung zu erklären. “Meine Motivation sind Rache und Vergeltung, sonst nichts”, sagt Karagodin, der schnell spricht und so entschlossen, dass Wider- worte unnötig bremsen würden. „Es ist ein Mord geschehen, man muss die Schuldi- gen finden und vernichten. Physisch ist das unmöglich, weil sie tot sind, aber juris- tisch und symbolisch ist das möglich. Alles andere sind Methodologie und eine Praxis, die möglichst effektiv sein muss.” <…> Er sieht sich in einer Familientradi- tion: in einem Kampf, den seine Urgroßmutter begann, die aber weder lesen noch schreiben konn- te. Ganz anders der Urenkel, Absolvent der Fakultät für Philosophie der Tomsker Universität. „Ich kann mich der Sache mit meinem Arsenal annehmen“, sagt Kara- godin. Als besonders scharfe Waffen gel- ten ihm die Schriften der französischen Poststrukturalisten. Einerseits durch die Erkenntnis, dass die Sprache der Macht mit ihren Chiffren, Codes und Formeln das Handeln ihrer Funktionsträger be- dingt. Deshalb, sagt Karagodin, sei der „legalistische Ansatz“ im Umgang mit den Behörden der effektivste: Er ver- gleicht sich mit einem Schlangenbeschwö- rer, der bei den Beamten mit seinen skru- pulösen Schriftsätzen mit den richtigen Worten genau die Reflexe auslöse, die er für seine Zwecke benötigt. Andererseits ist Karagodin selbst frei von der Urangst der Staatsdiener vor Fehler, Rüffel und Maßregelung: Er weiß sich, den Denkern sei Dank, über die vermeintlichen Unaus- weichlichkeiten des Da- und So-Seins erhaben, weil er die Realität nur als ein Szenario unter vielen möglichen Varianten sieht. So entschieden und auch heiter wirkt Karagodin, dass seine Geschichte wie Werbung für Frankreichs Freigeister klingt, mit Foucault und Derrida als Pa- ten für die Änderung der Wirklichkeit. Zumindest, so Karagodins Ziel, in diesem einen Fall. <…>” – Friedrich Schmidt – Donnerstag, 24.08.2017, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH – http://plus.faz.net/politik/2017-08-24/ungesuehnt-doch-nicht-vergessen/46311.html

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